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Sie wünschen einen Termin für einen Hausbesuch? Gerne führen wir Messungen und Beratung an Ihrem Teich durch.

Gasblasenkrankheit

Gasübersättigungen entstehen immer dann, wenn Gas (Luft) und Wasser unter Druck miteinander vermischt werden:

1. Grundwasser
Grundwasser aus der Tiefe steht unter einem hydrostatischen Druck und ist entsprechend gasübersättigt. Wegen der Zehrungsvorgänge im Boden wird die Übersättigung durch Sauerstoff, sondern in der Regel nie durch Stickstoff oder CO2 verursacht. Letale Übersättigungen sind häufig. Besonders tückisch ist ein natürlicherweise häufig stark schwankender Gasgehalt.

2. Undichte Pumpen und Saugleitungen
Durch undichte Pumpen und Saugleitungen wird oft Luft angesogen, die in der Pumpe unter Druck mit dem Wasser vermischt wird. Letale Übersättigungen können die Folge sein.

3. Nicht regelbarer Sauerstoffeintrag
Sauerstoffreaktoren führen immer zu einer hohen Gasübersättigung, die sehr leicht letale Grenzen erreicht. Reaktoren sollten deshalb regelbar sein und im Bypass gefahren werden, damit der O2-Eintrag dem Bedarf der Fische bei Fütterung bzw. Nichtfütterung angepasst werden kann. Bei Eintrag von technischem Sauerstoff muss der N2-Vorbelastung größte Aufmerksamkeit geschenkt werden.

4. Brunnenanlagen
Brunnenanlagen, die mit Winddruckkesseln arbeiten und Anlagen zur Enteisenung von Wasser erhöhen den Gesamtgasgehalt in der Regel auf schädliche oder letale Konzentrationen.

5. Aufheizen von Wasser
Eine Temperaturerhöhung um 1°C führt zu einer Erhöhung der Gesamtgassättigung um 2,5 %. Das Mischen von Wassern mit hohen Temperaturdifferenzen kann zu schädlichen Gassättigungen führen. Aufheizen von Wasser führt oft zu Verlusten durch Gasblasenkrankheit.

6. Belüftung am Boden tiefer Behälter
Theoretisch erreicht man durch Ausströmer-Belüftung in 1 m Tiefe 110 % Gassättigung. Man sollte also eher nahe der Oberfläche belüften und dabei eine vertikale Zirkulation des Wassers bewirken oder das Wasser verrieseln.

Die bekannten äußerlichen Symptome, wie z.B. Bildung von Blasen oder Blutungen in Flossen, Augen (Exophthalmus), Maul und auf dem Kopf sind Anzeichen einer subletalen länger einwirkenden Gasschädigung, die durch äußere Einflüsse (z.B. Stress durch Fütterung oder Abfischen) leicht in eine letale Schädigung übergehen kann. Die subletale Schädigung kann durch Reduzierung des Gasgehaltes im Wasser beseitigt werden. Diese Tatsache darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Blasenbildung durch damit verbundene Gewebsschädigungen das Infektionsrisiko wesentlich erhöht. Blasenbildung tritt im Bereich von 105 bis 115 % Gesamtsättigung auf. Oberhalb dieses Bereiches kann die akute bzw. letale Gasblasenkrankheit auftreten.

In Becken mit großer Tiefe besteht theoretisch die Möglichkeit der hydrostatischen Kompensation, d.h. Wasser, das an der Oberfläche eine Gesamtgassättigung von 130 % hat, und damit auf die meisten Fische letal wirkt, hat in 3 Meter Tiefe entsprechend dem höheren hydrostatischen Druck nur noch eine Gesamtgassättigung von 100 % und wäre da-mit für die Fische ungefährlich. Leider sind die Fische nicht, oder nur unzureichend in der Lage, Gasübersättigungen wahrzunehmen und entsprechend darauf zu reagieren. Das zum Teil schwache Wahrnehmungsvermögen wird oft durch stärkere Reize (Temperaturgradient, Fütterung an der Oberfläche) völlig überlagert.

Quelle: H. Kuhlmann, Institut für Küsten-und Binnenfischerei Hamburg

Anzuraten ist am Koiteich den Gesamtgasgehalt im Bereich der Sättigung (100 bis 103 %) zu halten. Geeignete Maßnahmen hierfür sind in erster Linie die Belüftung bei geringer Tiefe und die Verrieselung des Wassers über Füllkörper. Weisen Ihre Koi unspezifische Symptome wie Scheuern und Springen auf, während keine Parasiten zu finden sind? Dann sollten Sie über Gasübersättigung nachdenken. Eine Messung mit dem Saturometer an Ihrem Teich schafft Klarheit!

Was soll durchgeführt werden?

Ultraschall Durchfluss-Messung, 195,-
Saturometer Gesamtgas-Messung, 195,-
Messen aller wichtigen Wasserparameter, 95,-
Beratung zur Teichoptimierung, nach Aufwand

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